Erster Glücksfall: Die Schlacht im Teutoburger Wald im Jahr 9 nach Christus

Erstmals wurde Bonn von dem römischen Schriftsteller Florus durch die Errichtung eines ersten befestigten römischen Lagers am Rhein 12 v. Chr., nachdem bereits 38 v. Chr. der römische Statthalter Agrippa an der Stelle Ubier angesiedelt hatte, schriftliche erwähnt. Damit tritt Bonn in das Licht der Geschichte.

Durch die Niederlage der Römer in der „Varus- oder Hermannsschlacht“ im Teutoburger Wald erlitten in der zweiten Hälfte des Jahres 9 n. Chr. drei römische Legionen samt Hilfstruppen und Tross unter Publius Quinctilius Varus in Germanien eine vernichtende Niederlage gegen ein germanisches Heer unter Führung des Arminius („Hermann“), eines Fürsten der Cherusker.

Die Schlacht, in der ein Achtel des Gesamtheeres des Römischen Reiches vernichtet wurde, leitete das Ende der römischen Bemühungen ein, die rechtsrheinischen Gebiete Germaniens bis zur Elbe zu einer Provinz des Römischen Reiches zu machen. Daraufhin zogen sich die römischen Truppen auf die linksrheinische Seite zurück und der Rhein wurde zur östlichen Grenze des römischen Reiches.

Wären die römischen Truppen in Germanien erfolgreich gewesen, wäre Bonn „nur“ eine Siedlung in der Mitte des Reiches. So wurde Bonn mit einer hier stationierten Legion zum Grenzlager. Privathäuser reicher Römer entstanden, Handwerker und Lieferanten siedelten sich an und Bonn wurde zu einer militärisch und durch den internationalen Handel, nicht nur mit den Germanen, wirtschaftlich bedeutenden Siedlung. 

 In einer nächsten Folge wird der zweite Glücksfall aus dem Jahre 1288 vorgestellt.